Die Kunst und der Geist, die Person und die Kultur:
Die Stiftung Pro Musica e Arte Sacra heißt Sie auf einer Reise durch die Geschichte und für den Menschen willkommen
Das Festival Internazionale di Musica e Arte Sacra feiert in diesem Jahr sein erstes Jahrzehnt: Ein wichtiger Meilenstein, eine Reise, die im Jahr 2002 begonnen hat und eine echte Neuheit im künstlerischen und musikalischen Leben der Hauptstadt darstellte - großartige Musik in den römischen patriarchalischen Basiliken, wie von den Wiener Philharmonikern, dem Orchester „in residence“ des Festivals, unter der Leitung einiger großer Namen des Podiums wie Riccardo Muti, Seiji Ozawa, Christoph Eschenbach, Franz Welser-Möst, Daniele Gatti, Ton Koopman, Leopold Hager, Nikolaus Harnoncourt, Leo Krämer sowie auch Georges Prêtre in der Ausgabe des Festivals 2011.
Die Veranstaltung wurde von Anfang an von der Fondazione Pro Musica e Arte Sacra, die für die Förderung der geistlichen Kunst und des geistlichen Musikrepertoires ins Leben gerufen wurde, gefördert und organisiert, an den Orten, an denen die Konzerte des Festivals stattfinden. Im Laufe der Jahre wurden zahlreiche Restaurierungsprojekte durchgeführt, um wichtige künstlerische Objekte wiederherzustellen: in Rom, in den Basiliken von San Pietro, San Paolo fuori le Mura, San Giovanni in Laterano, Santa Maria Maggiore, Sant'Ignazio di Loyola, im Päpstliches Institut für Kirchenmusik, in der Nekropole des Vatikans, im Apostolischen Palast des Vatikans; in Loreto, am Päpstlichen Heiligtums des Heiligen Hauses von Loreto. Vor kurzem unterstützte die Stiftung in der Fabbrica di San Pietro die Restaurierung der Südfassade der Vatikanischen Basilika und des PHI-Mausoleums "dei Marci" in der Vatikanischen Nekropole.
Vom 26. Oktober bis 6. November finden in den vier römischen Patriarchalbasiliken – San Pietro, San Giovanni in Laterano, San Paolo fuori le Mura und Santa Maria Maggiore - und in St. Ignatius im Campo Marzio sechs Konzerte und zwei Messen mit musikalischer Begleitung statt, mit der Teilnahme von vier Chören, vier Orchestern, sieben Orchesterdirigenten und zwanzig Solisten.
Die Anwesenheit des Orchesters „in residence“, den Wiener Philharmonikern, die das Festival zu einem prestigeträchtigen Ereignis gemacht haben, wird bestätigt. Am Donnerstag, den 27. Oktober werden sie unter der Leitung von Georges Prêtre nach Rom und in die Päpstliche Basilika San Paolo fuori le Mura zurückkehren. Zu dieser Ausgabe gesellen sich erstmals als Gast des Festivals auch das Orchester Philharmonique de Monte-Carlo, das Orchester der Cappella Ludovicea und der Tölzer Knabenchor, einer der berühmtesten Kinderchöre der Welt. Ebenfalls in diesem Jahr beginnt die Zusammenarbeit mit dem Teatro dell'Opera di Roma, dessen künstlerische Ensembles im Konzert am 5. November anwesend sein werden.
Das Festival-Programm 2011 wird wie jedes Jahr mit der Heiligen Messe eröffnet, die Kardinal Angelo Comastri, Erzpriester der Päpstlichen Basilika St. Peter im Vatikan und Generalvikar Seiner Heiligkeit für die Vatikanstadt am Mittwoch, den 26. Oktober um 17.00 Uhr zelebriert. Die musikalische Gestaltung der Liturgie übernimmt das renommierte Orchester Philharmonique de Monte-Carlo unter der Leitung von Juanjo Mena, das zusammen mit der Oratory Society New York (dirigiert von Kent Tritle) und den Solostimmen der Sopranistin Lisa Larsson, des Tenors Wiebke Lehmkuhl, des Tenors Kenneth Tarver und des Basses Tareq Nazmi Mozarts Krönungsmesse K 317 aufführen wird. Während der Feierlichkeit wird von Mozart auch Laudate Dominum aus den Vesperae Solemnes und das berühmte Ave Verum Corpus zu hören sein, für das Introitus und das Finale wurden Stücke von Bach, Vivaldi und Händel ausgewählt. Die Messe wird von TMC - Télé Monte Carlo ausgestrahlt.
Donnerstag, den 27. Oktober um 21 Uhr ist der Termin mit den berühmten und lange erwarteten Wiener Philharmonikern, dem weltberühmten Orchester, das an allen Ausgaben des Festivals teilgenommen hat. In der Basilika San Paolo fuori le Mura werden sie von Georges Prêtre in der monumentalen Siebten Symphonie von Bruckner dirigiert, einer unter den beliebtesten Urhebern des Wiener Orchesters.
Am Freitag, den 28. Oktober um 21.00 Uhr in der Basilika Santa Maria Maggiore kehrt das Orchester Philharmonique de Monte-Carlo unter der Leitung von Juanjo Mena zurück. Solistin ist die 28-jährige, deutsche Geigerin Julia Fischer, eine Geigerin mit außergewöhnlichem Talent und Technik, die bereits zahlreiche Auszeichnungen von internationalen Musikkritikern erhalten hat sowie einen prestigeträchtigen Exklusivvertrag für Decca. Das Programm umfasst die Sinfonie aus der Kantate Gott soll allein mein Herze haben von Bach BWV 169, das Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 KV 207 von Mozart und die Sinfonie Nr. 7 von Dvořák.
Am Samstag, den 29. Oktober, um 21.00 Uhr in der Basilika San Giovanni in Laterano spielt erstmalig beim Festival das Orchester der Cappella Ludovicea unter der Leitung von Ildebrando Mura, eine Formation, die Musiker der Orchester der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, des Teatro dell'Opera di Roma und des San Carlo Theaters in Neapel mit einer Leidenschaft für geistliche Musik vereint. Zusammen mit der Oratory Society New York, mit den Stimmen von Rachel Rosales, Sopran, Malena Dayen Mezzosopran, John Tiranno Tenor und Joshua South, Bass, wird die seltene Partitur des Requiem op. 54 von Camille Saint-Saëns (Dirigent: Kent Tritle) und Stabat Mater von Luigi Boccherini (Dirigent: Ildebrando Mura) in der ersten Fassung von 1781 für Solosopran und Violinen aufgeführt.
Der fünfte Termin ist am Sonntag, den 30. Oktober um 13.00 Uhr in der Basilika St. Ignatius in Campo Marzio, wo das Orchester der Cappella Ludovicea unter der Leitung von Ildebrando Mura im ersten Teil Stabat Mater von Pergolesi aufführt. Gemeinsam mit der Chorvereinigung St. Augustin aus Wien und diesmal unter der Leitung von Andreas Pixner folgen zwei weitere absolute Meisterwerke der geistlichen Musik Mozarts (das Ave Verum und das Requiem KV 626) mit den Stimmen der Sopranistin Cornelia Horak, der Altstimme von Gabriele Sima, des Tenors Alexander Kaimbacher und des Bassisten Günter Haumer.
Im November kehrt das Festival für zwei Tage zurück, am Samstag, den 5. und am Sonntag, den 6. November. Am ersten Tag stehen zwei Termine auf dem Programm: In San Pietro um 11 Uhr die Abschlussmesse zelebriert von Kardinal Angelo Comastri, musikalisch animiert von den außergewöhnlichen Stimmen des Tölzers Knabenchors unter der Leitung von Gerhard Schmidt-Gaden mit zwei barocken Raritäten: die 16-stimmige Missa Tira Corda des römischen Orazio Benevoli (1605-1672) und das Gloria vom Giuseppe Ottavio Pitoni (1657-1743) aus Rieti. Das Konzert wird von vier Organisten (Clemens Haudum, Bettina Leitner, Dominique Bernhard und Frank Stanzl) und zwei Co-Direktoren, Andreas Partilla und Ralf Ludewig, animiert. Es handelt sich hierbei um einen Termin von sehr wichtiger philologisch-musikalischer und künstlerischer Bedeutung, der die Aufstellung von bis zu vier Chören in der Vatikanischen Basilika und vier Portativorgeln vorsieht. Während seines Studiums in Trient arbeitete der musikalische Leiter Gerhard Schmidt-Gaden mehrere Jahre an der Transkription der Autographen von Orazio Benevoli und verfügte so über eine gründliche Kenntnis des Werkes des Barockkomponisten. 1986 spielte er erstmals in der Neuzeit mit seinem Chor die wenig bekannte Missa Tira Corda von Benevoli bei den Salzburger Festspielen. 2010 folgten die Aufnahme einer CD mit dem Titel "Römische Mehrchörigkeit" mit der Missa Tira Corda und dem Salmo Confitebor von Benevoli und dem Dixit Dominus von Pitoni sowie eine Reihe wichtiger Konzerte im In- und Ausland. "Der Tölzer Knabenchor eignet sich aufgrund der solistischen Gesangsausbildung aller seiner Sänger besonders für Benevolis Musik. Auf diese Weise ist er vielleicht der einzige Kinderchor der Welt, der in der Lage ist, die für die Polychoralität erforderliche Menge an Solostimmen zu liefern ", sagt der Maestro. Die Messe wird vom Centro televisivo Vaticano und dem Radio Vaticano aufgezeichnet.
Am Abend, um 21.00 Uhr in der Basilika Sant'Ignazio in Campo Marzio, werden das Orchester und der Chor des Teatro dell'Opera di Roma unter der Leitung von Jaap van Zweden Mozarts Messe in c-Moll KV 427 aufführen, mit den Solostimmen von Maria Grazia Schiavo (Sopran), Yetsabel Arias Fernandez (Sopran), Joel Prieto (Tenor), Nahuel Di Pierro (Bass).
Die Ausgabe 2011 des Festivals endet am Sonntag, den 6. November, um 21.00 Uhr, erneut in der Basilika Sant’Ignazio mit einer geistigen Erhebung, die den Stimmen der Kinder des Tölzer Knabenchors unter der Leitung von Gerhard Schmidt-Gaden mit einem Programm aus sechs Bachs Motetten anvertraut ist.
