Die Kunst und der Geist, die Person und die Kultur:
Die Stiftung Pro Musica e Arte Sacra heißt Sie auf einer Reise durch die Geschichte und für den Menschen willkommen
Vom 4. bis 10. November - nach der außerordentlichen Veranstaltung vom 15. September mit dem Konzert des Chors des King's College aus Cambridge -, findet das Festival Internazionale di Musica e Arte Sacra, welches von der Fondazione Pro Musica e Arte Sacra gefördert wird, in der sechzehnten Ausgabe statt. Das Festival erweist sich als eine der interessantesten Veranstaltungen in der musikalischen Landschaft der Hauptstadt und präsentiert in diesem Jahr ein Programm mit sechs Veranstaltungen (alle mit freiem Eintritt und speziellen Sektoren für die Fördermitglieder), in dem eindrucksvollen Rahmen der Basiliken von Rom: den zwei Papstbasiliken St. Peter im Vatikan und St. Paul vor den Mauern, der Basilika des hl. Ignatius von Loyola in Campo Marzio und der Basilika Santa Maria del Popolo. Wie immer nahmen zahlreiche Musiker aus verschiedenen Ländern teil, dieses Jahr aus Japan, Deutschland, der Russischen Föderation, Österreich und Italien.
Die am meisten erwartete Veranstaltung ist sicherlich die mit den Wiener Philharmonikern, einem der berühmtesten Orchester der Welt, das seit jeher beim Festival als Orchester residiert. In Kammerformation werden sie am Montag, den 6. November (21 Uhr) in der Basilika St. Paul vor den Mauern das berühmte Stabat Mater von Pergolesi aufführen, das zwei großartigen Solostimmen anvertraut ist, der Stimme der israelischen Sopranistin Chen Reiss, die zu den interessantesten der aktuellen internationalen Opernszene zählt, und der Stimme der argentinischen Mezzosopranistin Bernarda Fink, einer eleganten und hochgeschätzten Stimme des lyrischen und Lieder-Repertoires. Der Abend beginnt mit dem Mozart-Konzert für Klarinette und Orchester in A-Dur KV 622 mit dem Solisten Daniel Ottensamer, einer Hommage an seinen kürzlich verstorbenen Vater Ernst, der bei den Wiener Philharmonikern die erste Klarinette spielte.
Die Eröffnung des Festivals findet am Samstag, den 4. November (16.00 Uhr) in der Basilika San Pietro mit einem speziellen Programm statt: einer "Spirituellen Erhebung", die dem Illuminart Philharmonic Orchestra und dem Illuminart Chor unter der Leitung von Tomomi Nishimoto aus Japan anvertraut wird, die bereits bei früheren Ausgaben Gäste des Festivals waren. «Dies ist das fünfte Jahr - so die Dirigentin – in dem wir als erstes asiatisches Orchester und als ersten asiatischen Chor am Festival Internazionale di Musica e Arte Sacra teilgenommen haben. Ich bin dankbar, die Gelegenheit zu haben, in diesem Jahr an der Heiligen Messe teilzunehmen, die von Kardinal Angelo Comastri in der Päpstlichen Basilika St. Peter im Vatikan zelebriert wird. Mein Ziel für die Zukunft ist es, erstmalig die Kunstkomplexe verschiedener asiatischer Länder und nicht nur aus Japan zusammenzubringen, um in den Vatikan zu reisen. Von meiner Seite aus und im Namen aller Orchester- und Chormitglieder danke ich dem Festival für die unersetzliche Unterstützung, die wir seit fünf Jahren erhalten haben ». Vor der Eucharistiefeier werden die japanischen Formationen die Krönungsmesse KV 317 von Wolfgang Amadeus Mozart aufführen, danach folgt die von Kardinal Angelo Comastri zelebrierte Heilige Messe, die von den Stimmen des Chores Coro del Vicariato Vaticano - Basilica di San Pietro (Vatikanstaat)unter der Leitung von Temistocle Capone begleitet wird. Die Feierlichkeit wird durch die Darbietung des traditionelle christlich-japanische Lied Orasho, wiederum der Leitung von Tomomi Nishimoto, beendet.
Am Abend des gleichen Tages (um 21 Uhr) werden in der Basilika des hl. Ignatius von Loyola in Campo Marzio Auszüge aus dem Repertoires von Anton Bruckner, aus dem Requiem, der Messe in D-Moll und dem Te Deum, aufgeführt – diese werden den drei Komplexen Palatina Klassik Vocal Ensemble, Philharmonischer Chors an der Saar und Orchester des Staatlichen Konservatoriums von Kazan (Russischen Föderation) unter der Leitung von Leo Kraemer anvertraut. Die Solisten sind Susanne Bernhard (Sopran), Susanne Schaeffer (Alt), Oscar de la Torre (Tenor) und Heikki Kilpeläinen (Bariton).
Sonntag, den 5. November um 21 Uhr, werden in der Basilika St. Paul vor den Mauern erneut die japanischen Kunstkomplexe unter der Leitung von Tomomi Nishimoto im Konzert aufzutreten. Nachdem Beethovens Neunte Symphonie und Verdis Requiem in früheren Ausgaben des Festivals aufgeführt wurden, wird in diesem Jahr mit Mozarts Requiem in d-Moll K 626 eine weitere weltberühmte geistliche Partitur zur Aufführung gebracht. Die Solisten sind: Kana Kumamotos (Sopran), Takako Nogami (Mezzosopran), Yusuke Kobori (Tenor) und Tsutomu Tanaka (Bariton).
Nach dem lang ersehnten Konzert der Wiener Philharmoniker in St. Paul vor den Mauern am Montag, den 6. November, mit Pergolesis Stabat Mater, geht das Festival am Dienstag, den 7. November (um 21.00 Uhr) in der Basilika St. Paul vor den Mauern, mit dem Roma Sinfonietta Orchester und dem Limburger Domsingknaben, einem 1967 von Bischof Wilhelm Kempf gegründeten Chor aus der deutschen Stadt Limburg, der heute als eine der bekanntesten Männerstimmenformationen in Deutschland gilt, unter der Leitung von Andreas Bollendorf weiter. Dabei steht Haydns berühmtes Oratorium Die Schöpfung mit der Sopranistin Mechthild Bach, dem Tenor Cornel Frey und dem Bariton Thomas Laske auf dem Programm.
Freitag, den 10. November um 19:30 Uhr endet das Festival mit einem "Lutherischen Konzert" anlässlich des 500. Jahrestags der protestantischen Reformation und im ökumenischen Sinne. Papst Franziskus machte in einer Rede deutlich, dass es die Basilika Santa Maria del Popolo war, die Martin Luther während seiner Reise nach Rom im Jahre 1510 Gastfreundschaft schenkte. Der Kammerchor der Frauenkirche Dresden unter der Leitung von Matthias Grünert hat zusammen mit dem Ensemble Instrumenta Musica ein Programm mit dem Titel „Musik der Reformation“ zusammengestellt: "Eine feste Burg ist unser Gott", inspiriert von der berühmtesten Hymne, die Martin Luther zwischen 1527 und 1529 komponierte und in der protestantischen Liturgie verwendete. Die Musik stammt von Heinrich Schütz, Samuel Scheidt und Michael Praetorius.
